Bund, Länder, Kommunen und öffentliche Institutionen in Deutschland könnten nach eigener Einschätzung innovative Waren, Güter und Dienstleistungen in Höhe von 35 Milliarden Euro pro Jahr beschaffen, berichtet pulblic-manager.com. Das entspricht 10 Prozent des gesamten Einkaufsvolumens des öffentlichen Sektors pro Jahr. Das ergab die im Auftrag des Kompetenzzentrums innovative Beschaffung (KOINNO) durchgeführte Studie „Innovative öffentliche Beschaffung“. Konzipiert wurde die Studie vom Forschungszentrum für Recht und Management öffentlicher Beschaffung (FoRMöB) der Universität der Bundeswehr München. Die Erhebung war zweigeteilt: Zum einen konnten aus den Haushaltsplänen und -statistiken auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene sowie sonstiger öffentlicher Auftraggeber die Vergabevolumina sehr valide geschätzt werden. Im Ergebnis wurde errechnet, dass die öffentliche Hand in Deutschland jährlich Produkte und Dienstleistungen in Höhe von mindestens 350 Milliarden Euro einkauft. Zum zweiten, so public-manager.com weiter, wurde eine repräsentative Umfrage bei mehr als 300 Vergabestellen durchgeführt, um die Innovationsanteile an der öffentlichen Beschaffung genauer zu spezifizieren. Auch die dabei ermittelten 35 Milliarden Euro, die nach Angaben der Umfrageteilnehmer jährlich für innovative Beschaffungen ausgegeben werden könnten, seien nach Einschätzungen von Prof. Dr. Michael Eßig, Leiter des FoRMöB, eher eine Untergrenze.