Die Schwäche deutscher Rechenzentrumsbetreiber offenbart sich im operativen Betrieb ihrer Rechenzentren und nicht in der Ausstattung mit der richtigen IT- oder Gebäudeinfrastruktur. Das eine wichtige Erkenntnis der umfassenden techconsult-Studie "Optimized Datacenter".  Große Probleme gibt es vor allem im konkreten RZ-Management, so Studienleiter und Analyst Marco Becker.  Noch schlechter schneidet nur das Personalmanagement ab, wie die Studie „Optimized Data Center“ ergeben hat, die 177 Rechenzentrumsbetreiber zu den Prozessen und Aspekten in ihren Rechenzentren befragt hat. So sei die Gewinnung neuer Fachkräfte der am schlechtesten bewertete Prozess im gesamten Rechenzentrumsbetrieb. Unter den vier evaluierten Bereichen Rechenzentrumsbetrieb, externe Anbindung, IT- und Gebäudeinfrastruktur, schneidet der Bereich Rechenzentrumsbetrieb mit 56 Indexpunkten am schlechtesten ab – zum Vergleich: Gebäudeinfrastruktur als bester Bereich erreicht 62 Punkte. Das ist insofern ein schlechtes Ergebnis, weil der Bereich Rechenzentrumsbetrieb die eigentliche Aufgabe des Rechenzentrums abbildet: die Sicherstellung der Betriebsfähigkeit durch die Bereitstellung benötigter Ressourcen zur richtigen Zeit, in der richtigen Qualität, mit hoher Verfügbarkeit und ausreichender Sicherheit sowie die stetige Weiterentwicklung der Rechenzentrumsumgebung an die sich fortlaufend ändernden Rahmenbedingungen. Zugegeben ist dies die schwierigste Aufgabe im Rechenzentrumsbetrieb, gleichzeitig aber auch die wichtigste. Im Vergleich der einzelnen Aufgabenfelder des RZ-Managements fallen vor allem zwei Bereiche negativ auf: sehr deutlich das Personalmanagement und nur geringfügig besser das RZ-Management. Was hingegen relativ gut funktioniert sind die klarer definierten Bereiche wie Client-Management, Monitoring und Backup. Am besten schneidet der Bereich mit den größten Erwartungen von Kunden, Politik und Öffentlichkeit ab: Datensicherheit, sowohl rechtlicher als auch physischer Natur, so techconsult-Analyst Marco Becker.